Der französische Schifffahrtskonzern CMA CGM, die Singapore LNG Corporation (SLNG) und die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Bereitstellung und Nutzung von verflüssigtem Biomethan als Schiffstreibstoff in Singapur zu untersuchen.

Die Vereinbarung, die am 14. Oktober auf der 24. Singapore International Bunkering Conference and Exhibition (SIBCON) bekannt gegeben wurde, soll prüfen, wie die bestehende Gasinfrastruktur für die Versorgung von Schiffen genutzt werden kann. Dazu gehört auch die Frage, wie Treibhausgaseinsparungen bei der Beimischung von Biomethan zu Erdgas bilanziert werden können.

Die drei Parteien werden zudem Testläufe durchführen, um die vorgeschlagenen Ansätze unter realen Betriebsbedingungen zu erproben und ihr Potenzial für einen breiteren Einsatz zu bewerten. Biomethan gilt als sauberere Alternative zu fossilem LNG und kann als Drop-in-Kraftstoff auf LNG-betriebenen Schiffen eingesetzt werden; CMA CGM betreibt eine Flotte von Dual-Fuel-LNG-Containerschiffen und hat weitere bestellt.

Die Absichtserklärung fällt in eine Zeit steigender LNG-Bunkervolumina in Singapur. Laut MPA-Daten verzeichnete der Hafen im Jahr 2025 einen Rekordabsatz von 571.400 Tonnen LNG-Bunkertreibstoff, und in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 erreichte der Absatz rund 436.000 Tonnen – ein Plus von etwa 23 bis 24 Prozent im Vorjahresvergleich. Vergangene Woche gab SLNG zudem bekannt, dass die Bauarbeiten für einen dritten Anleger an seinem Terminal auf Jurong Island begonnen haben, dessen Fertigstellung für 2028 geplant ist, um LNG-Bunkervorgänge zu unterstützen.

Die Entwicklung unterstreicht, wie schnell das Multi-Fuel-Ökosystem Singapurs heranreift – ein Trend, der von Händlern wie Alkagesta aufmerksam verfolgt wird, deren Marktanalysten die Dynamik der Treibstoffversorgung in Singapur und Nordwesteuropa regelmäßig auswerten.